Für Studenten und Backpacker bieten sich in Neuseeland mehrere Möglichkeiten der Unterkunft an. Hostels befinden sich in allen größeren Städten und sind stets recht zentral zu allen Sehenswürdigkeiten und Attraktionen gelegen. Allerdings sind sie auch meist die teuerste Alternative, wenn man einen längeren Aufenthalt an einem Ort in Erwägung zieht und dabei nicht auf die Privatsphäre in einem Einzelzimmer verzichten will. Bei der Suche nach einer geeigneten Unterkunft hilft AA Education gerne weiter und auch die Studentenorganisationen und Fachschaften der Universitäten unterstützen den zukünftigen Kommilitonen bei der Wohnungssuche bereits vor Antritt des Studiums. Im Folgenden soll ein allgemeiner Überblick über die Unterkunftsmöglichkeiten in Neuseeland gegeben werden.

Halls of residence or student hostels – zu Deutsch: Studentenwohnheime

Studentenwohnheime befinden sich üblicherweise auf dem Universitätscampus oder in unmittelbarer Umgebung desselben und umfassen Einzel- oder Zweimann-Zimmer. Bettbezüge und Decken, sowie regelmäßige Besuche der hauseigenen Raumpflegerin sind inbegriffen. Gegessen wird in einem Gemeinschaftssaal, auf besondere Diäten und Allergien wird geachtet. Die Preise entsprechen dem üblich günstigen Mensa-Standard. Größere Wohnheime haben häufig auch Gemeinschafträume, die mit Fernseher und Computer ausgestattet sind und von den Bewohnern gemeinsam genutzt werden können. Einige Universitäten bieten darüber hinaus Selbstversorger-Apartments an, in denen sechs bis acht Studenten Platz haben. Jeder erhält hier sein eigenes Zimmer, Küche, Bad und Wohnzimmer werden jedoch geteilt. Studentenwohnheime haben oftmals die geringste Atmosphäre, sind aber unter anderem die kostengünstigste Alternative.

 

Homestay or private board – Unterkunft in einer neuseeländischen Familie

Eine weitere beliebte Option ist es, sich in einer neuseeländischen Familie ein zu mieten. Hier erhält der Gast ein eigenes Zimmer; die restlichen Räumlichkeiten werden selbstverständlich mit der Familie geteilt. Die Gastfamilie sorgt für das Essen und neben dem unglaublichen Vorzug, original authentische Neuseelandküche kennen zu lernen, bietet sich der offensichtliche Vorteil, die eigenen Englischkenntnisse aufbessern und sofort in Kontakt mit Einheimischen kommen zu können. Solch eine Unterkunft kann den Start ins neue Leben um einiges erleichtern, da hier sofort Ersatz für die eigene Familie geboten und Heimweh dadurch weniger schnell zum Thema wird. Das Leben in einer Gastfamilie ist allerdings nicht nur ein Nehmen, sondern auch ein Geben und man sollte sich bewusst sein, nicht nur in das familiäre Umfeld und die Nachbarschaft, sondern ab und zu auch in die Hausarbeit integriert zu werden.


Ein Haus oder eine Wohnung mieten

Da es für die meisten Studenten schlichtweg zu teuer ist, sich eine eigne Wohnung zu nehmen, bietet sich vor allem das „flatting“ an, also das Wohnen in einer Wohngemeinschaft. Hier besteht die Auswahl zwischen gleichgeschlechtlichen und gemischten Unterkünften, die von Zwei-Zimmer-Wohnungen bis hin zu kompletten Häusern reichen. Üblicherweise werden Küche, Bad und Wohnzimmer geteilt, und jeder Mitbewohner hat sein eigenes Schlafzimmer. In der Innenstadt von Auckland, in der die Mieten vergleichsweise teuer sind, vor allem in modernen mehrstöckigen Apartmentgebäuden, hat es sich jedoch bereits unter Studenten und sonstigen Kurzzeitmietern etabliert, sich ein Zimmer zu teilen. Wer sich für diese günstigere Variante entscheidet, sollte sich seinen neuen Zimmergefährten aber genau angucken und die Ohrstöpsel für alle Fälle nicht vergessen. Oft sind WG-Wohnungen bereits möbliert; ab und zu wird aber auch eigenes Mobiliar benötigt und in manchen Fällen kann das Mobiliar vom Vorgänger gegen einen Aufpreis übernommen werden. Wer allerdings eine eigene Wohnung in Erwägung zieht, sollte damit rechnen, anschließend beim Möbelhaus einen Großeinkauf zu starten.

Die Miete kann, muss aber nicht, den Preis für Gas, Wasser, Elektrizität, Telefon und Internet enthalten. Üblich ist die Zahlung einer Kaution von 2-4 Wochenmieten (denn die Miete wird in Neuseeland wöchentlich gezahlt), die der Mieter beim Auszug zurückerhält, sofern die Wohnung sich nach wie vor in gutem Zustand befindet.

In so gut wie allen Universitäten gibt es schwarze Bretter, an denen Wohnungsanzeigen hängen, von Studenten, die ihr Zimmer untermieten wollen, einen neuen WG-Partner suchen oder selber auf der Suche nach einer Wohnung sind. Darüber hinaus veröffentlichen Zeitungen, vor allem in der Mittwoch- und Samstagausgabe, unter der Rubrik „rental properties“ zur Verfügung stehende Mietwohnungen und Häuser. Darüber hinaus gibt es einige Websites, die Unterkünfte zur Miete in ganz Neuseeland vermitteln.

Farmstays

Farmstays bieten sich weniger für Studenten an, da sie abgelegen und in der Regel weit von den Universitäten entfernt sind. Sie können aber eine reizvolle Alternative für Backpacker darstellen, die interessiert daran sind, das einfache Farmleben, das die meisten Neuseeländer führen, kennen zu lernen. Farmstays gibt es für Touristen in Gestalt der vertrauten Ferien auf dem Bauernhof und sind in diesem Fall recht teuer. Für Backpacker bietet es sich an, Farmen aufzusuchen, die kostenfreie Unterkunft und Mahlzeiten gegen ein paar Stunden Farmarbeit täglich anbieten. Dies ist ein etabliertes Konzept in Neuseeland und kann mittels einer Organisation, aber auch recht einfach auf eigene Faust arrangiert werden. Einfach mal vor Ort nachfragen oder auch schon vorher im Internet auf Backpackerseiten informieren und mit Farmen in Kontakt treten. Vor allem in den Sommermonaten gibt es auf den Farmen viel zu tun und die Bauern sind dankbar für jede helfende Hand. Farmen müssen allerdings nicht immer Tiere umfassen, sondern können auch auf spezielles Obst oder Gemüse ausgerichtet sein.


Au pair

Au pair- Aufenthalte sind ähnlich der Unterkunft in einem Homestay, mit dem Unterschied, dass hier explizit Unterstützung bei der Hausarbeit, primär aber beim Kinderhüten verlangt wird. Vor allem weibliche Backpacker finden hier oft ein nettes Zuhause mit kostenloser Unterkunft und Verpflegung und einem kleinen wöchentlichen Taschengeld. Diese Option ist allerdings für Studenten ungeeignet, da häufig keine festen Arbeitsstunden bestehen und die Kleinen viel Zeit in Anspruch nehmen können.

Ganz gleich für welche Unterkunft man sich entscheidet, es ist immer ratsam, sich bereits zu Hause genau über die verschiedenen Optionen zu informieren und im besten Fall bereits ein Hostel zu reservieren; Wohnungen sollte man sich allerdings auf jeden Fall vor Ort anschauen, da die Unterschiede, vor allem in Großstädten, gravierend sein können und Fotos die herrschenden Zustände oft beschönigen. Infolgedessen ist es wichtig, einige Tage vor Studienantritt in Neuseeland einzureisen, um genug Zeit für eine entspannte Unterkunftssuche mitzubringen.