Der Routeburn Track liegt im Südwesten der Südinsel Neuseelands und ist eine Streckenwanderung, die den Mount Aspiring National Park mit dem Fiordland National Park verbindet. Verwaltet wird der Routeburn Track vom neuseeländischen Department of Conservation, über das man zur Hauptsaison auch Hütten und Campingplätze entlang des Weges vorbuchen muss.

Mit 32 Kilometern ist der Routeburn Track einer der kürzeren Great Walks. Dennoch steht er den längeren Wanderwegen an landschaftlicher Schönheit nichts nach – atemberaubende Ausblicke sind garantiert. Wälder, Berggipfel, steile Hänge, weite Täler, Wasserfälle und Seen bieten während der 2-3 Tage dauernden Wanderung reichlich Abwechslung.

Die meisten Wanderer beginnen den Routeburn Track am Routeburn Shelter, der in der Nähe von Glenorchy am Lake Wakatipu liegt. Ab Queenstown kann man einen Shuttle-Bus buchen und sich zum Startpunkt des Weges bringen lassen.

Die erste Etappe des Routeburn Track führt durch dichten Buchenwald. entlang des Routburn-Flusses zur Routeburn-Ebene. An der Ebene bieten die Routeburn Flats Hütte und der dazu gehörige Campingplatz eine erste Übernachtungsmöglichkeit. Wer noch etwas weitergehen will, kann hier gut eine Mittagspause einlegen und den Ausblick auf den Fluss genießen, der sich zwischen steil abfallenden Berghängen durch die Ebene schlängelt.

Danach beginnt der 2,3 Kilometer lange Aufstieg zur Routeburn Falls Hütte, die etwa 400 Meter oberhalb der Ebene direkt an der Baumgrenze liegt. Von der Hütte bieten sich phantastische Ausblicke auf die umgebenden, meist noch schneebedeckten Berge und hinunter in die Ebene.

Am nächsten Tag geht es von der Routeburn Falls Hütte über den Harris Saddle zur Mackenzie Hütte. Dieses Teilstück befindet sich größtenteils oberhalb der Baumgrenze, so dass die Vegetation karger und kahler als am Vortag ist – dabei jedoch nicht weniger anziehend. Zunächst erreicht man den Lake Harris, einen See, von dessen Ufer sich beeindruckende Ausblicke auf einen weiteren See und eine Gebirgskette bieten. Der See selbst ändert je nach Wetter seine Farbe – sie reicht von einem tiefen Blau bis zu einem hellen Grauton. Weiter geht es hinauf zum Harris Saddle, wo ein Unterstand zur wohlverdienten rast einlädt, bevor nun der Abstieg in Richtung Mackenzie Hut beginnt. Die Hütte und der dazugehörige Zeltplatz liegen direkt am Lake Mackenzie.

Von der Mackenzie Hütte führt der Weg am nächsten Tag weiter hinab. Dabei werden die 174 Meter hohen Earland Falls passiert – wahrlich ein imposanter Anblick! Die Howden Hut am Lake Howden bietet die letzte Übernachtungsmöglichkeit auf dem Routeburn Track. Kurze Zeit später bietet sich ein Abstecher zum Key Summit an – der Umweg wird mit einem einmaligen Panorama belohnt.

Die Strecke führt nun weiter bis zu „The Divide“, dem niedrigsten Ost-West-Pass in den Southern Alps – der dortige Unterstand ist das Ende des Routeburn Tracks. Ab hier kann man einen Shuttlebus ins 85 Kilometer entfernte Te Anau buchen und von dort aus die Weiterreise zum Ausgangspunkt Queenstown antreten.