Taupo

Taupo

Das Städtchen Taupo liegt im Zentrum der Nordinsel am gleichnamigen Lake Taupo, dem größten Binnensee Neuseelands. Vulkane, geothermale Akitvitäten, der See und eine Menge Möglichkeiten, sich in nervenkitzelnde Abenteuer zu stürzen, prägen das Bild der Region.

Der Lake Taupo ist über 600 km2 groß und bis zu 186 m tief. Er liegt in einem Krater, der einst durch einen gewaltigen Vulkanausbruch entstand. Heute schlummert der Vulkan in seiner Tiefe vor sich hin – beim Blick über den friedlichen See erinnert kaum etwas an seine bewegte Geschichte. Bei gutem Wetter ruht das Auge jedoch unweigerlich auf den sich im Hintergrund des Sees erhebenden Vulkanen des Tongariro National Parks – ein wahrhaft atemberaubender Anblick.

Die Erde dampft und zischt auch weiterhin in der unmittelbaren Umgebung von Taupo. Die „Craters of the Moon“ sind eine geradezu surrealistisch anmutendes Thermalgebiet – beißender Schwefeldampf steigt aus zahlreichen Löchern, und den sorgfältig angelegten Pfad sollte man nicht verlassen, denn in so manchen der Löchern blubbert zudem ein kleiner Schlammpool. Schlammpools, aber auch Geysire und brodelndes Wasser gibt es ebenfalls im Orakei Korako Geyserland zu sehen. Wer die thermale Aktivität lieber in gezähmter Form genießen will, für den ist ein entspannender Nachmittag in Taupos Thermalbädern genau das Richtige.

Von der Entspannung zum Abenteuer: Taupo gilt vielen als das Queenstown der Nordinsel, ein Abenteuerzentrum, in dem man nahezu jegliche Aktivität, die den Adrenalinspiegel steigen lässt, einmal ausprobieren kann. Fallschirmspringen, Bungy-Jumping, Parasailing, Segelfliegen – wer die Wahl hat, hat die Qual.

Auch für einen Ausflug mit einem schnellen Jetboot liegt Taupo geradezu ideal. Abenteurer können zum Beispiel in einem Boot über die Aratiatia Rapids rasen. Viermal täglich wird das Wasser der Stromschnellen aus dem Damm gelassen – ein Schauspiel, das man nicht verpassen sollte. Genau getimt sind auch die Fahrten des Jetboots, damit die Rapids optimal ausgenutzt werden können.

Die bekannteste Naturattraktion Taupos sind jedoch die Huka Falls. Der ursprünglich 100 Meter breite Waikato River wird hier in einen lediglich 15 Meter breiten Canyon gezwängt – die Kaskaden brausen und brodeln nur so. Am Ende befindet sich ein 11 Meter hohes Kliff - hier stürzen 220.000 Liter Wasser pro Sekunde hinunter. Und auch diese Attraktion kann – selbstverständlich von unten aus sicherer Entfernung – mit dem Jetboot erkundet werden. Vorausgegangen ist dann bereits ein atemberaubender Ritt über den Waikato River.

Auch für eher ruhigere Wassersportarten bietet sich in Taupo Gelegenheit, wie beispielsweise für eine Kajaktour auf dem See. Ein ideales Ziel hierfür ist ein Winkel mit zeitgenössischer Maori-Felskunst, die nur vom See aus zu erreichen ist. Wer es noch ruhiger mag, kann an einer Bootstour zu den Kunstwerken teilnehmen.

Last but not least ist Taupo ein Paradies für Angler – die einst im See ausgesetzten Forellen sind prächtig gediehen, was der am Südende des Sees gelegenen Kleinstadt Turangi den Namen „Trout Fishing Capital of the World“ eingebracht hat.