Neuseeland Geschichte

James Cook und die Besiedelung Neuseelands

Neuseeland ist das jüngste Land der Erde. Der Seefahrer James Cook und der polynesische Stammesführer spielten eine wichtige Rolle bei der Entdeckung dieses atemberaubenden Landes. Heute leben in Neuseeland viele verschiedene Kulturen, ca. 25 Prozent der Einwohner sind nicht in Neuseeland geboren, sondern sind Einwanderer. Zwei dieser Bevölkerungsgruppen kann man zurückverfolgen. Einmal die der Maori, die Nachfahren von Kupe und die der Europäer, die Nachfahren von James Cook.


Die Maori:

Der Legende nach, war der Stammesführer Kupe der erste Neuseeland Entdecker. Vor über 1000 Jahren reiste Kupe mit seiner Gruppe in zwei Kanus von Hawaiki aus nach Süden. Sie wollten sehen, was sich hinter dem Horizont verbarg. Es gibt tausende Geschichten, Erzählungen und Lieder über die abenteuerliche Reise der Maori. Es ist von Damonenbekämpfung und von Seeungeheuern die Rede. Erst nach unzähligen Abenteuern erreichten Sie dann das unbekannte Neuseeland.

Das erste das Sie sahen war eine lange weiße Wolke. So wurde es Aotearoa genannt, das Land „der langen weißen Wolke“. So wird es auch heute noch gerne bezeichnet. Die Maori umsegelten die Nord- und die Südinsel Neuseelands und kehrten danach mit einigen Kostbarkeiten nach Hawaiki zurück. Doch nach einigen Jahren in Hawaiki brach Krieg in Ihrer Heimat aus und einige Maori entschlossen sich, nach Neuseeland aufzubrechen um dort ein neues Leben zu beginnen. So begann die Geschichte der Maori. Auch heute sind die Maori nicht wegzudenken aus Neuseeland. Viele Ortsnamen sind noch in Ihrer Sprache und die Kunst und Kultur ist einfach interessant. Die Schnitzereien der Maori sind auch heute einmalig und sehr beliebt.


Abel Tasman:

Abel Tasman war der erste Europäer, der 1642 das neue Land entdeckte. Der erste Landgang endete blutig, denn die Maori wollten ihr Land nicht teilen und schon gar nicht aufgeben. So begann die Kolonisation der Europäer erst mit der Ankunft James Cooks.


James Cook:

James Cooks Karriere begann auf einem einfachen Kohleschiff. Doch schon bald entdeckte er seine Talente. Er wechselte zur Britischen Handelsflotte und begann eine Lehre als Seemann. Bei einem Aufenthalt in Kanada lernte er die Technik der Kartographie, welche ihm einen Ruf eines genialen Entdeckers einbrachte.

1768 bekam James Cook einen geheimen Auftrag der Briten. Er sollte den Südkontinent entdecken. Mit einer Besatzung von 94 Mann brach James Cook am 26 August 1768 auf. Etwa vier Monate später sichtete James Cook am 6. Oktober das neue Land. Er setzte seinen Anker vor der Nordinsel in der Poverty Bay.

Auch Cooks erste Begegnung mit den Maoris war nicht sehr erfolgreich. Nach einer Auseinandersetzung beauftragte Cook einen polynesischen Priester um zwischen den Einheimischen und Ihnen zu vermitteln.

Danach bewegte sich Cook Richtung Norden und legte in der Mercury Bay an. Er erledigte seine Aufträge und machte verschiedene Messungen. Er umsegelte die Nordinsel und entdeckte dabei die schmale Landenge, die heute seinen Namen trägt (die Cook Strait) und die Süd- und Nordinsel trennt.

James Cook kam mit vielen neuen und interessanten Nachrichten zurück nach England und er hatte nun einen sehr guten Ruf und war beliebt und bekannt.

Er begab sich auf eine zweite Reise nach Neuseeland und erreichte nach 117 Tagen am 27. März 1773 die Südspitze Neuseelands. Er machte wieder Forschungen und Berechnungen und versuchte viel über das Land zu erfahren bevor er zurück nach England segelte.

Nach der zweiten Reise war Cook weltweit berühmt und so ließen selbst in Kriegszeiten die Marineoffiziere von Frankreich, Amerika und Spanien James Cook in Frieden.

Im Februar 1777 legte James Cook ein drittes und letztes Mal in Neuseeland an. Er blieb etwa zwei Wochen bis er weiter in Richtung Nordpazifik segelte. James Cook wurde in der Kealakekue-Bucht in Hawaii am 14. Februar 1779 getötet.

Er war ein großartiger Entdecker und Weltumsegler, der auch heute noch bekannt ist.

Neuseeland: Von Maoris und Kiwis

Um einen Aufenthalt in Neuseeland erfolgreich abzuschließen, bedarf es auch Kenntnisse über die Geschichte des Gastlandes. Um bei der Gastfamilie und dem neuen Lehrer gleich mit Hintergrundwissen zu glänzen, sind hier einige Eckdaten von Neuseelands Geschichte zusammengefasst.

Die ersten Bewohner

Die ersten Bewohner Neuseelands waren die Maori. Diese kamen von ca. 1000 Jahren aus dem legendären Hawaiki kamen, von dem angenommen wird, dass es nördlich von Neuseeland in Polynesien lag. Den Übertragungen nach zu urteilen, gab der Forscher Kupe der Insel den Namen Aotearoa, Land der langen weißen Wolke. Kartographiert wurde Neuseeland von Kapitän James Cool, der das Land 1769 für Großbritannien in Anspruch nahm. Die erste dokumentiere Entdeckung durch die Europäer war allerdings schon im Jahr 1624, als der holländische Seefahrer Abel Tasman das Land erreicht.

Am 6. Februar ist ‚Waitangi Day‘

Neuseelands Gründungsdokument ist der Vertrag von Waitangi. Dieser Vertrag ist weit mehr als ein Schriftstück. Er hat Land und Menschen zu einer Nation verbunden. Unterzeichnet wurde er im Jahr 1840 von führenden Maori-Häuptlingen und von Repräsentanten der britischen Krone. Der Unterzeichnungsort war, wie der Name schon sagt, Waitangi in der Bay of Islands. Der 6. Februar (‚Waitangi Day‘) ist auch heute noch Nationalfeiertag. Da begann die Unterzeichnung.

Kiwi, kiwi, kiwi!

Der bekannte Kiwi wurde von dem Maori so benannt, da sich sein Zwitschern wie das Wort ‚Kiwi‘ anhört. Der kleine Laufvogel mit dem extrem langen Schnabel kann nicht fliegen. Der Nachtvogel ist das Nationalsymbol Neuseelands. Dieses Symbol ist weit verbreitet: Auch die Neuseeländer werden zum Teil ‚Kiwis‘ genannt, der neuseeländische Dollar wird in Finanzkreisen oft als ‚Kiwi‘ gehandelt und auf der Eindollarmünze ist ein Kiwi abgebildet. Auch der vitaminreichen Frucht, die ihren Ursprung in China hat, haben die Neuseeländer ihren Namen gegeben, als sie mit dem Export von Neuseeland in die ganze Welt begannen.

Neuseeland heute

Das Regierungssystem Neuseelands basiert auf dem parlamentarischen Systems Großbritanniens. Trotz dieser Ähnlichkeit ist das Land der langen weißen Wolke schon lange eine souveräne Nation mit eigenem Recht und einer zunehmend schwächeren Bindung an das Mutterland Großbritannien. Der moderne Staat mit der gut entwickelten Wirtschaft ist heute nur noch durch die Mitgliedschaft des Landes im British Commonwealth gebunden. Die Gesellschaft Neuseelands ist multi-kulturell mit ca. vier Millionen Menschen. Die Maori machen heute noch 14 Prozent der Bevölkerung aus, die Mehrheit ist britisch.

Die Geschichte Neuseelands