Neuseeland und das Geld

Die Währung ist der neuseeländische Dollar – kurz NZD. Der Wechselkurs zum Euro, der stetig Schwankungen unterworfen ist, beträgt rund NZ$2 zu einem Euro. Die aktuellen Wechselkurse kann man im Internet einsehen, beispielsweise unter www.xe.com.

Es gibt Noten von 5 bis 100 Dollar und Münzen von 2 Dollar bis 10 Cent. #Das Besondere: Es gibt in Neuseeland gebrochene Preise, die dann zu den nächsten glatten 10 Cent entweder auf- oder abgerundet werden, da es keine 5 Cent, 2 oder 1 Cent Münzen gibt, wie das beim Euro der Fall ist.

Zu Beginn sollte man sich eventuell ein wenig neuseeländisches Geld besorgen, um die ersten kleinen Anschaffungen zu bestreiten. Dazu gehören sicher Fahrkarten, etwas zu essen, Telefonkarte und wohl die erste Übernachtung etc. Die Bezahlung mit Kreditkarte ist aber auch kein Problem

Kleiner Tipp: Für seine Reise nach Neuseeland sollte man auf alle Fälle eine gültige Kreditkarte einstecken. Am gängigsten sind die Visa oder MasterCard, die das bezahlen im Ausland wesentlich einfacher machen, wenn es beispielsweise um Buchungen (Flug, Veranstaltung etc.) geht oder manchmal muss man bei der Unterkunft die Kreditkartennummer als Sicherheit hinterlegen. Wenn man also noch keine hat, sollte man sich die Anschaffung überlegen. Diners Club und American Express sind dabei weniger üblich. Neben der Kreditkarte kann man auch mit seiner deutschen Eurocard und Pin Geld abheben, wofür jedoch Gebühren anfallen.
Dahingehend noch ein kleiner Zusatztipp: Wer bei der Westpac Bank ein Konto eröffnet, kann als Kunde der Deutschen Bank in Neuseeland gebührenfrei Geld an einem Westpac-Automaten abheben. Die Deutsche Bank ist neben anderen großen Finanzinstituten Mitglied in einer globalen Geldautomaten-Allianz, die dies ermöglicht.

Wer es ganz sicher möchte, kann sich Travellerchecks ausstellen lassen, die im Falle des Verlusts oder Diebstahls innerhalb von 24 Stunden ersetzt werden, da sie versichert sind.

Wem je seine Karte verloren geht oder sogar gestohlen wird, der kann und sollte folgende Nummer in Neuseeland so schnell wie möglich anrufen: 0800 8191040 (Mastercard); 0800443019 (Visa Card)

Geld ausgeben und Geld sparen

Ist man in Neuseeland als Reisender unterwegs, findet man schon einige Möglichkeiten, wo man sparen kann. Das fängt beispielsweise bei der Unterkunft an. In vielen backpackern wird die sogenannte YHA- card verkauft, mit der man Vergünstigungen bei Unterkünften, Transport, Klamotten (Kathmandu beispielsweise als großer Outdoor-Shop) oder auch Aktivitäten bekommen kann. Registrieren kann man sich auf www.yha.co.nz, in i-sites des Landes, bei der AA oder man fragt einfach mal bei backpackern nach. Die Karte kostet 40 Dollar für ein Jahr, wenn man über 18 ist, wobei man zu Beginn ebenso eine Telefonkarte mit dazu bekommt. Ob es sich für einen persönlich lohnt, muss man abwägen. Es hängt wesentlich davon ab, wie lange man bleibt und vor allem, wie man reist. Mit einem eigenen Van nutze ich kaum hostels, sodass ich die Karte dafür nicht nutzen kann. Dies muss jeder selbst entscheiden.

Neben dem Schlafen muss man sich auch versorgen. Die großen Supermärkte bieten die Onecard an, mit der man auf ausgewählte Artikel Rabatt bekommt. Dies macht manchmal schon einige Dollar aus und lohnt sich auf alle Fälle. Die Beantragung dieser Onecard ist noch dazu kostenlos über das Internt oder über ein an der Kasse ausliegendes Anmeldeformular möglich. Beim Einkaufen kann man dann auf solche Angebote achten.

Es mag ganz trivial klingen, aber mit dem Kauf von saisonalen Produkten wie Obst bekommt man auch relativ gute Preise. Milchprodukte sind in Neuseeland ein wenig teurer als zu Hause, da die Landwirtschaft hier nicht vom Staat subventioniert wird.

Bei Lebensmitteln oder Dingen des täglichen Bedarfs kauft man am besten in den großen Supermärkten ein, Pak’n Save und Countdown nur einmal als Beispiel. Die Preise sind so gut wie immer günstiger als in den kleinen Shops wie Four Square, wo man für dasselbe Produkt schon mal einen guten Dollar mehr bezahlen muss.

Ebenso bekommt man in der Regel nur bei den großen Märkten Rabatte auf Benzin. Überschreitet man eine bestimmte Einkaufssumme, erhält man an ausgewählten Tankstellen, wie beispielsweise Shell, einen Nachlass auf den Literpreis Kraftstoff. Ist man viel unterwegs, macht sich das durchaus bezahlt! Besonders in den Großstädten findet man viele foodcourts, wo man als Liebhaber von Fast Food eine große Auswahl für einen guten Preis vorfindet.

Manchmal waren die Portionen so groß, dass ich noch das Mittagessen für den nächsten Tag hatte. Wenn man mit dem Wohnen und Essen fertig ist, gibt es immer noch eine Menge zu erleben, was nicht immer kostenlos, teilweise recht kostspielig ist. Museumsbesuche sind in der Regel meist for free, wenn nicht irgendeine besondere Ausstellung im Programm steht. Eine Spende wird erwartet, ist jedoch nicht obligatorisch, sodass man das für sich selbst entscheiden muss. In der Touristinformation erhält man umfangreiches Informationsmaterial mit Vouchern, mit denen man Rabatte bei bestimmten Aktivitäten beziehungsweise Attraktionen bekommt.

Gerade bei den hochpreisigen Dingen kann man mit einem discount von 10% schon eine Menge sparen, was man an anderer Stelle wieder ausgeben kann. Was ich nur jedem empfehlen kann, wenn man nicht unbedingt das große Budget hat, ist Locals zu fragen, was man sich angucken kann, was vielleicht abseits der großen Touristenströme liegt, trotzdem aber nicht minder sehenswert ist. Wenn man mit einem Van unterwegs ist, kann man gleich mal nach schönen Plätzen zum Campen fragen.

Auf diese Weise entdeckt man mitunter wunderschöne Dinge, auf die man sonst nie gestoßen wäre! Einfach ausprobieren, denn fragen kostet bekanntlich nichts! Wer ins Internet gehen möchte, tut dies am besten in Bibliotheken, da die meist kostenloses W-Lan anbieten.

Auf Dauer kann man damit erheblich sparen und vor allem steht man dort nicht so unter Druck, weil man auf die Zeit achten muss. Und dann wäre noch das Telefonieren. Für mich war die beste Lösung eine Prepaid-Karte von einem neuseeländischen Anbieter zu holen (Telecom oder Vodafone NZ). Das Telefonieren vom Handy zu Handy ist hier relativ teuer. Aus diesem Grund wird hier verstärkt auf Textnachrichten zurückgegriffen. Die kostet rund 0,20 Dollar pro SMS. Will man innerorts telefonieren, greift man am besten auf eine landline (Festnetzanschluss) zurück. Das ist wesentlich günstiger als vom Handy zu telefonieren.

Mit wieviel Geld muss ich rechnen?

Bei der Einreise nach Neuseeland muss nachgewiesen werden, dass man über ein gültiges Rückflug- bzw. Weiterreiseticket verfügt oder genügend finanzielle Mittel besitzt, um sich dieses zu kaufen. Darüber benötigt man einen Nachweis, dass man über mindestens über 4300 NZ$ für den Aufenthalt in Neuseeland verfügt, um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können Aber wie viel Geld brauche ich wirklich und was ist da eine realistische Größe?
Diese Frage lässt sich natürlich nicht ganz genau beantworten, denn das hängt vom eigenen Lebensstil und nicht zuletzt von der Art des Herumreisens in Neuseeland ab.

Im Allgemeinen kann man sagen, dass die Kosten für die Lebenserhaltungskosten in Neuseeland ähnlich wie in Deutschland sind und sogar ein wenig darunter liegen. Gerade Lebensmittel sind in den Großstädten wesentlich billiger als in den kleinen Supermärkten auf dem Land, jedoch wohnt man in den Städten dafür um einiges preisintensiver.

Wer plant das Land mit einem Auto zu bereisen, der muss wissen, dass der durchschnittliche Benzinpreis nur rund drei Fünftel von dem Spritpreis in Deutschland beträgt. Die Haftpflichtversicherung (Third Party Insurance) ist in Neuseeland nicht obligatorisch, jedoch empfehle ich jedem eine abzuschließen, denn unnötigen Stress und Kosten braucht man sich auf seinem Neuseeland-Abenteuer nicht anzutun. Über die Webseite der BBH kann man beispielsweise eine sehr günstige Haftpflichtversicherung für das Auto abschließen.

Bei der Frage, wie viel Geld man nun monatlich benötigt, muss man bedenken, für was man alles Geld ausgeben muss.

  • Unterkunft hostel, Campingplatz, Hotel oder ganz günstig bei Freunden oder Verwandten
  • Campingplätze gibt es in der Regel ab 10 Dollar aufwärts, ein Hostelzimmer wird man wohl erst ab 20 Dollar bekommen (Mehrbettzimmer) und Hotels sind sowieso ein wenig teurer. Günstig hat es derjenige, der auf Freunde, Verwandte oder Bekanntschaften in Neuseeland zurückgreifen kann.
  • Verpflegung, Mahlzeiten und was für zwischendurch
  • Lebt man nicht extrem extravagant, kann man hier schon mit 20 – 25 Dollar Dollar täglich rechnen, die man in Supermärkten, Imbissen oder Restaurants lässt.
  • Kleinkram, an den man oft nicht denkt Internet, Briefmarken, Postkarten, Zeitungen, Souvenirs

Dazu kommen noch touristische Aktivitäten, die man sich leistet und die dann meist schnell ins Geld gehen.

Rechnet man nur die Unterkunft und die Verpflegung zusammen, kommt man leicht auf einen Betrag von 45 – 55 Dollar täglich, was ungefähr 20 - 30 Euro entspricht. Dazu kommen jetzt noch die kleinen Sachen und eventuelle Tourbuchungen, Ausflüge oder sonstige Aktivitäten.

Rechnet man dies auf einen Monat hoch, kann man mit einem Geldbedarf von rund 1500 Dollar rechnen. Dies ist aber ein reiner Durchschnittswert, der je nach den eigenen Bedürfnissen und dem Lebensstil nach oben oder unten abweichen kann.
Besitzt man die geforderten 4300 Dollar und gibt ein Jahr lang rund 1500 Dollar monatlich aus, kann man damit rechnen, dass man von diesem einen Jahr rund die Hälfte bis zwei Drittel arbeiten muss.

Man muss natürlich immer bedenken, dass man nicht immer sofort einen Job bekommt und man wahrscheinlich zunächst von dem Ersparten leben muss. Zu Beginn möchte man ja auch vielleicht Urlaub machen und die neuen Eindrücke auf sich wirken lassen!