Neuseeland Kosten

Essen Trinken Neuseeland

Da Neuseeland aus den verschiedensten Kulturen besteht, ist auch die Küche sehr vielfälltig. Von Amerikanischen Sandwiches, Deutschem Schweinebraten oder Türkischen Kebap, hier bekommt man wirklich alles. Es gibt viele Einwanderer, die Ihre Heimatküche mit nach Neuseeland nehmen und an die Menschen hier weitergeben. Viele Gastronomen haben sich auf Seafood spezialisiert, was man hier Frisch aus dem Meer bekommt. Ob Fisch, Austern, Garnelen oder Muscheln, hier gibt es alles frisch und lecker. Die Kiwiana Küche besteht aber hauptsächlich aus einem guten Stück Fleisch. Da es sehr viel Weinbau gibt, gibt es natürlich überall einen genüsslichen Wein zum Essen.


Verschiedene Fleischsorten:

Lamb: unter 12 monatiges Lamm

Hogget: noch nicht geschlechtsreifes Schaf

Venison: Wildbret

Quail: Wachtel

Mutton: Hammelfleisch vom ausgewachsenen Tier

Cervena: Zuchtfleisch


Kleine Auswahl an Seafood:

Crayfish: Languste

Cockles: Herzmuscheln

Mussels: Muscheln

Oysters: Austern

Red snapper: Seebrasse

Tarakihi: Großaugen-Morwong

Mein Muschelfang Tip:

Hier in Neuseeland gibt es tolle Strände und tolles mehr mit sehr vielen schmackhaften Meeresfrüchten. Also kann man sich die Muscheln auch selber fangen. Das ist einfacher als gedacht. Die Muscheln befinden sich unter dem Sand im Meer. Man nimmt sich also einen Eimer, geht ins Meer und versucht mit den Füßen den Boden zu lockern. Wenn man einige Zentimeter gegraben hat, spürt man bereits einige Muscheln unter den Füßen. Dann muss man Sie nur noch auftauchen und das wars. Ich war zuerst sehr skeptisch, doch es klappt wirklich super. Es dauert nicht lange, dann hat man den Dreh heraus. Wenn man genügend gesammelt hat, lässt man Sie am besten über Nacht in einem Korb stehen, damit Sie nicht mehr so sandig schmecken. Ideal für Grillabende mit Freunden oder einfach nur für eine leckere Muschelsuppe.

Neuseeland ist auch für seine Kaffeespezialitäten bekannt. In jedem guten Restaurant gibt es sehr guten Flat White, Cappuccino, Latte und vieles mehr. Diese werden nicht in einer einfachen Kaffeemaschine zubereitet, sondern werden mit frisch gemahlenen Kaffeebohnen gemacht. Es gibt auch spezielle Coffeetrainings, die hier sehr beliebt sind. Ich hatte eines dieser Trainings und bin jetzt begeistert vom Kaffee zubereiten. Die Flat Whites und die anderen Spezialitäten werden hier auch sehr schön verziert, was einen echt tollen Eindruck hinterlässt.

Kiwi Kulinaria

Studenten haben in Neuseeland kaum etwas zu befürchten. Die Kriminalitätsrate ist gering, die Umwelt größtenteils unverschmutzt und das Essen einfach klasse. Auch schwierige Esser werden hier bei großer Auswahl und Vielfalt, sowie frischen Zutaten und erstklassigen Restaurants voll auf ihre Kosten kommen. Im Folgenden wird ein Einblick in den kulinarischen Werdegang Neuseelands von frühster Siedlerzeit bis heute gegeben, der die große Vielfalt des Nahrungsangebots der Gegenwart verständlich und regelrecht hungrig auf kulinarische Experimente macht.

Einwandererküche

Auch wenn Neuseeland ein geschichtlich gesehen junges Land ist, so weist das Essen der Kiwis doch sehr alte traditionelle Einflüsse auf. Die ersten Einwanderer Neuseelands waren die Polynesier, die Vorfahren der heute in Neuseeland lebenden Maori. Diese brachten im 13. Jahrhundert Gemüsesamen mit sich, die sie in Neuseeland anpflanzten. So kamen Taro und Yams auf die Insel, beides Arten der Kartoffel. Darüber hinaus stand auf der Speisekarte der Maori viel Fleisch, unter anderem große essbare Ratten, die sie ebenfalls mit sich auf die Insel brachten, sowie Hühner und Schweine. Zubereitet wurden Gemüse und Fleisch in einem so genannten hangi, der auch heute noch bei größeren Feiern und offiziellen Anlässen der Maori, aber auch für Touristen, errichtet wird. Dabei werden große, tiefe Erdlöcher gegraben, in die heiße Flusssteine gelegt werden. Auf diese wird dann das Essen gegeben, vorwiegend Gemüse wie Süßkartoffeln, Kürbis und Karotten sowie Schweine-, Lamm-, Kalbs- oder Hühnchenfleisch. Der hangi wird anschließend mit Erde bedeckt und das Essen wird solange gekocht, bis es weich ist und einen rauchigen und leicht erdigen Geschmack angenommen hat. Sollte man auf jeden Fall selber mal testen! Am besten geht das im Rahmen einer kulturellen Maori-Vorstellung, die zum Pflichtprogramm in Rotorua oder Waitangi gehört. In Wellington und anderen größeren Städten gibt es aber auch Restaurants mit Maori-Küche, die unter anderem originalen hangi anbieten.

Den Schwerpunkt auf Fleisch und Gemüse legten auch die nächsten Einwanderer, die nach Neuseeland kamen. In den 1820er bis 40er Jahren zog es vorwiegend aus ärmlichen Verhältnissen stammende Briten nach Neuseeland. Ihnen bot die Insel Platz für den Aufbau eigener Felder und Farmen, die sich aufgrund des Klimas als sehr fruchtbar erwiesen. So bestand die „settler cuisine“ auch hier vorwiegend aus frischen Gemüse, Fisch und Fleisch, das oft geröstet wurde. Dieses sehr gehaltvolle Essen findet sich auch heute noch auf vielen Speiskarten Aucklands wieder. „Fish and Chips“ und knusprige „Meat Pies“ erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. Letztere werden selbst an der Tankstelle verkauft und gehören zum unabdingbaren Inventar der neuseeländischen Küche. Die Fritten mit frittiertem Fisch werden am besten klassisch am Strand genossen. Da stört es auch nicht, wenn einem der kühle Wind an der Mission Bay um die Ohren bläst, sobald man eine Tüte mit leckerem heißen Tarakihi-Fisch in köstlichem Knuspermantel in der Hand hat.

Ankunft der Asiaten – es wird fusioniert

Mit dem Goldrausch, der in den 1860ern begann, kamen weitere Immigranten nach Neuseeland; neben Australiern vor allem Chinesen, welche die Küche Neuseelands stark beeinflussten. Zusammen mit pazifischen Einflüssen entstand so durch die Verschmelzung von östlichen und westlichen Geschmacksrichtungen die „Fusion Cuisine“, für die Neuseeland heute international bekannt ist. Hierbei werden nicht nur traditionell europäische Gerichte mit asiatischen Zutaten versetzt, sondern auch völlig neue Menus und Geschmacksrichtungen kreiert. Geachtet wird vor allem auf hochwertige und frische Zutaten, wobei sich dies nicht unbedingt im Preis niederschlagen muss. Im Gegenteil. In der Ponsonby Road in Auckland City beispielsweise bekommt man in einigen Fusion Restaurants recht preiswertes Essen, das einfach köstlich schmeckt. Und auch sonst muss im Land der Kiwis gutes Essen nicht teuer sein.

Ganz besonders günstig ist es für alle Asienfans. China-Schnellrestaurants und gute indische und Thaiküche gibt es in Auckland überall, zum Beispiel in den Food Courts der Shopping Centres auf der Queen Street oder als Anbau der Asia-Supermärkte auf der K’Road. Auch wenn in den Food Courts oft eher Kantinenatmosphäre herrscht, schlägt sich dies jedoch nicht auf das Essen nieder, das durchweg als gut bewertet werden kann; zumal die Preise einfach unschlagbar günstig und die Düfte aus den Küchen von gebratenem Fleisch, Kokosmilch und Curry unglaublich anziehend sind.

Neuseelands Esskultur – mehr als nur satt werden

Die Bedeutung von Essen geht für die Neuseeländer allerdings weit über den reinen Genuss oder die schlichte Nahrungsaufnahme hinaus. Lebensmittel sind seit dem Ende des 19. Jahrhunderts zum Rückgrat der neuseeländischen Wirtschaft geworden und sind es noch heute. Kiwifrüchte werden in alle Welt exportiert, zentraler ist jedoch der Handel mit Fleisch und Milchprodukten. Der Export dieser Lebensmittel steigt vor allem in Südostasien weiter an und ist für Neuseeland mittlerweile von größerer Bedeutung als die zuvor dominierende Wollindustrie. Das Essen erfährt in Neuseeland also eine besondere Wertschätzung. Und das schmeckt man auch. Neuseeland – ein Paradies für hungrige und geschmacksverwöhnte Studenten und Reisende.

Sina Huth

Wenn man über das Thema „Essen in Neuseeland“ nachdenkt, sollte man einen Faktor gleich am Anfang bedenken: Das Budget

Es gibt sehr leckeres Essen für Feinschmecker und eine kulinarische Subkultur für arme Studenten wie mich.

Neuseeland ist kein Land, das über Jahrhunderte hinweg eine eigene Esskultur entwickelt hat, wie jetzt etwa Griechenland, Italien oder Bayern. Allerdings gibt es hier hervorragende Gelegenheiten, Meeresfrüchte zu verzehren. Feinschmecker finden in Neuseeland ihr Paradies in den Küstenstädten, in denen es die superleckeren Meeresfrüchte gibt. Es werden Festivals veranstaltet, zu denen Gourmet-Touristen aus aller Welt anreisen, um sich die Köstlichkeiten aus den neuseeländischen Küstengewässern einzuverleiben. Ich hatte einmal das Glück, einen frisch gefangenen Hummer gegrillt zu bekommen, das war nahezu göttlich. Sehr beliebt ist auch das „Hokitika Wild Food Festival“ an der Westküste, auf dem man so leckere Sachen wie Hasenhoden probieren kann.

Ansonsten gibt es in Neuseeland Standard- Gerichte aus Rind, Schaf, Schwein, Huhn und Wild. Fleisch kombiniert mit gekochtem Kürbis, Kartoffeln oder Karfoffelbrei und Salat sind typische Gerichte, die zuweilen etwas britisch angehaucht wirken. Die neuseeländischen Köche scheinen nicht allzuviel von Gemüse als Beilage zu halten, das wirkte immer etwas traurig auf dem Teller.Truthahnfleisch habe ich hier noch nie im Supermarkt gefunden. Eine besondere Spezialität ist das Hangi: Das traditionelle Gericht der Maori, bei dem über Feuer Fleisch und Gemüse gekocht wird, ist einfach nur lecker. Das müsst Ihr unbedingt mal probieren, wenn Ihr in Neuseeland seid! Das war eins der leckersten Gerichte, die ich hier gegessen habe.

In den Städten sind auch viele asiatische Restaurants vertreten. Mein Highlight in einem solchen war kandierte Qualle, man kann aber auch andere Experimente wagen. Wenn sich das Essen mal bewegt (ist mir auch schon passiert) lieber ein zweites Mal hinschauen, in meinem Fall kringelten sich nur die Gemüsescheibchen durch die Hitze der darunter befindlichen Nudeln.

Noch ein paar Worte zum Thema Studenten-Füttern:

Richtig leckeres Essen in den Restaurants hat natürlich seinen Preis. Ich kann den nicht so oft zahlen. Ein beliebtes nationales Gericht, das mehr meinem Budget entspricht, ist „Fish’n’Chips“. Den Fisch gibt es in vielen Varianten (Blue Cod ist sehr lecker!), zusammen mit Pommes Frites. Außerdem sind Burger sehr beliebt, ebenso wie asiatischer Takeaway. Wer selbst einkaufen und kochen möchte, findet in den größeren Supermärkten alles, was er braucht. Nur kein deutsches Brot...stellt Euch lieber auf etwa 200 verschiedene Toastsorten ein!

Neuseeländische Gerichte

Die neuseeländische Küche

Italienisch, Griechisch, Indisch … so ziemlich jedes Land zeichnet sich durch seine typischen Gerichte und Zubereitungsarten aus. Solche Gerichte können historisch oder durch das Klima bedingt sein, sodass sie selbst ein Stück der Geschichte des Landes wiederspiegeln.

Neuseeland ist ein sehr junger Staat, der sich aus heutiger Sicht aus den Maori, den Nachfahren europäischer Einwanderer und einem bestimmten Prozentsatz an asiatischer Bevölkerung zusammensetzt. Hier entstand eine Mischung aus den unterschiedlichen Kulturkreisen, die sich auch auf die Küche des Landes auswirkt.
Gibt es eine typisch neuseeländische Küche daher überhaupt oder ist es eher eine Mischung aus all diesen Dingen?


Ein Ausflug in die Geschichte

Als die europäischen Siedler nach Neuseeland kamen, nahmen sie einheimische Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und damit auch ihr Esskultur mit, denn niemand außer den Maori besiedelte zu der damaligen Zeit das Land.
Das hieß, es gab viel Fleisch, insbesondere Hammel, denn der überwiegende Teil der Siedler stammte aus Schottland und England sowie weitere typische Gerichte wie Porridge (Hafergrütze).
Gerade in der Anfangszeit war die neuseeländische Küche, wenn man in dieser Zeit überhaupt davon sprechen kann, durchweg schottisch-englisch.

Auch die Maori verwendeten die Dinge, die sie kannten und die ihnen die Natur gab. Dazu gehörten Beeren, daraus gewonnene Säfte, Wurzelgemüse wie Kumara (Süßkartoffel), Pollenkörner und vor allem Meeresfrüchte standen auf dem Speiseplan. Die Geschichte hat uns gelehrt, dass Siedler gern ihre Lebensgewohnheiten auf die einheimische Bevölkerung übertragen wollen. So auch im Fall der Maori, wo versucht wurde sie an europäische Nahrungsmittel anzupassen, was jedoch nur zum Teil gelang. Sie haben bis heute Teile ihrer typischen Esskultur erhalten, darunter auch das Hangi (im Erdofen gegarte Speisen).

Bis in die 60ziger Jahre hinein gab es kaum Restaurants in Neuseeland, was sich bald ändern sollte. Nicht nur die Zahl der Restaurants nahm zu, sondern mit Beginn der 70iger Jahre schwappte auch die Fastfoodwelle bis nach Neuseeland und Ketten wie McDonalds, Kentucky Fried Chicken sowie Pizza Hut breiteten sich rasant aus.


Neues in Neuseelands Küche

Den Einfluss der Besiedlungsgeschichte spürt man in Neuseelands Küche bis heute. Typisch englisch auch die Fish’n’Chips, denen man bei einem Straßenbummel kaum aus dem Weg gehen kann.

Vor 10 Jahren jedoch begann man sich von den alten mitgebrachten Traditionen zu verabschieden, um etwas neues, individuell neuseeländisches zu erschaffen. Und wie hat man dies getan?

Indem man einheimische Produkte genommen und sie mit europäischen sowie mit asiatischen Einflüssen kombinierte. Es entstand somit ein Mischvariante, die man heute „Crossover-kitchen“ nennt.


Landestypische Gerichte und Produkte

Denkt man an Neuseeland, verbindet man das Land häufig automatisch mit den Maori. Am berühmtesten ist wohl das Hangi, dass unter anderem auch als Touristenattraktion vermarktet wird. Das Prinzip dieser Kochkunst beruht darauf, dass Speisen, häufig Fleisch, Geflügel und Gemüse, in einem heißen Erdloch gegart werden. Bizarr: Heute bekommt man es sogar als Tiefkühlgericht oder Schnellimbiss, auch außerhalb Neuseelands.

Die Landwirtschaft nimmt in Neuseeland einen sehr hohen Stellenwert ein, sodass Fleischgerichte ein wichtiger Bestandteil der neuseeländischen Küche sind. An dieser Stelle vor allem Lammbraten, der ebenso noch ein Relikt der britischen Immigranten ist und heute gern mit gebratenen Kartoffeln, Kumara, Kürbis und grünen Erbsen gegessen wird. Qualitativ gilt das Lammfleisch aus Neuseeland als sehr hochwertig, sodass es auch im Ausland geschätzt wird.

Neuseeland als Inselstaat greift auf die Dinge zurück, die aus dem Meer kommen. Gern gegessen wird der Crayfish (Langusten), Whitebaits (Sardinenart), die Paua sowie Bluff-Austern. Diese stammen aus der gleichnamigen Stadt Bluff am südlichsten Zipfel auf der Südinsel. Das Besondere: Sie können nur von März bis August gegessen werden und sind bekannt als die saftigsten Austern der Welt - eine Delikatesse!

Vom eher Exklusiven hin zum bodenständigeren: Fish’n’chips, die je nach Region mit Hoki (Seehecht), Cod (Kabeljau), Snapper(Schnapper) oder Tarakihi zubereitet werden. Der Fisch erhält ein Mantel aus Bierteig und darf danach im Frittierfett baden, dazu gibt es Pommes.

Sehr beliebt unter den Neuseeländern sind Pasteten mit unterschiedlichen Füllungen, die von Rind, Lamm, Fisch bis zu Gemüse reichen. Neben Pasteten verzehrt man ebenso gerne Sandwiches oder Wraps mit unterschiedlichen Füllungen.

Ein Frühstück in Neuseeland ist reichhaltig und erinnert an das deftige englische Frühstück mit Toast, Würstchen, Marmelade, Eiern und Speck. Wenn wir Deutschen unser reichhaltiges Mittagbrot zu uns nehmen, greifen die Neuseeländer eher auf ein leichtes Lunch zurück, da das Abendessen eher die Hauptmahlzeit darstellt.